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Alsatia: Studentenverbindung in Frankfurt am Main

Farben der Alsatia: Rot-Weiß-Blau




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Pressemitteilung vom 3. Oktober 2016

Schlusswort der Aktiven zur Akademischen Feierstunde der Turnerschaft Alsatia am 3. Oktober 2016 auf dem Campus Westend

Redemanuskript von Tim Hordorff und Fabian Arzt:

Sehr geehrter Herr Landtagspräsident Kartmann, sehr verehrte Damen, liebe Bundesbrüder, werte Gäste!

Zunächst einmal möchten wir uns bei Ihnen, Herr Kartmann, herzlich für Ihr Erscheinen und Ihre Rede anlässlich der akademischen Feier am Tag der deutschen Einheit bedanken. Uns ist bewusst, dass die Anzahl potentieller Veranstaltungen und somit auch Anfragen an Sie für einen so bedeutenden Tag vermutlich recht hoch sein dürfte.

Umso mehr erfreut es uns, dass wir Sie heute in den Räumlichkeiten unserer Alma Mater begrüßen dürfen. Auch möchten wir uns bei dem Lehrer-Streichquartett der Musikschule Bad Vilbel und Karben bedanken, welches unsere heutige Veranstaltung so schön musikalisch begleitet hat.

Heute feiert ganz Deutschland das 26. Jahr in Einheit. Für unsere Generation ist es gar nicht mehr vorstellbar, dass unser Land einst zweigeteilt war. Wir kennen dies nur aus Geschichtsbüchern und Erzählungen. In Freiheit und Frieden aufzuwachsen, das ist ein Gut, welches wir nicht hoch genug schätzen können.

Und nicht nur die Einheit Deutschlands, sondern auch die Einheit Europas hat hierzu ihren Teil beigesteuert. Bereits seit über 35 Jahren weiht Alsatia regelmäßig große Veranstaltungen dem Thema der Europäischen Union.

So fand unser 100. Stiftungsfest bereits unter dem Motto »Deutschland und Frankreich für Europa« statt. Daran schloss sich thematisch auch unser 125. (»Bildung für Europa«) und auch das diesjährige 135. Stiftungsfest (»Europa – quo vadis?«) an.

Warum setzen wir uns überhaupt in einem solchen Maße damit auseinander? Ist das politische Betätigungsfeld für uns als Turnerschaft doch sonst verpönt und eigentlich den Bundesbrüdern auf privater Ebene überlassen.

Ich glaube, es liegt daran, dass wir mit dem Thema interkultureller Gemeinschaft und der Freiheit, die uns die Vorzüge der Europäischen Union ermöglichen, hervorragende Erfahrungen in unseren Reihen gemacht haben.

Und das nicht ausschließlich auf unserem Kontinent, nein: Unsere Bundesbrüder leben mitunter auf verschiedenen Kontinenten unseres Planeten. Für angehende Studenten aus dem europäischen Ausland sind wir bereits seit einigen Jahrzehnten ein Anlaufpunkt.

Die Konzepte, Prinzipien und Traditionen der hier ansässigen Verbindungen haben sich ausgebreitet. Beispielsweise nach Belgien, Italien, Ungarn, Estland, Lettland und Polen. Doch auch bis weit über die europäischen Grenzen hinaus, bis nach Chile und Japan.

Gleiches gilt für unsere Mitglieder: England, Frankreich, Italien, Ukraine, Türkei, Rumänien, Marokko, Russland, Kasachstan, Peru und Vietnam gehören zu den Herkunftsländern unserer Bundesbrüder. Sie alle waren und sind froh, hier studieren zu können, im Rahmen des Bundes unsere Sprache zu erlernen und Hilfestellung zu erhalten, um sich in der anfänglichen Fremde zurechtfinden zu können.

Selbiges gilt auch für unsere Bundesbrüder, die Teile Ihres Studiums im Ausland absolvieren. Das beste Beispiel hierfür ist einer unserer Bundesbrüder, welcher in Frankfurt begann, letztes Semester in Korea und nun in Japan sein Studium fortsetzt.

Doch ist die Ausbildung und die Karriere nur ein kleiner Vorteil der internationalen Freizügigkeit und Zusammenarbeit. Was wir über und besonders von anderen lernen können, das ist in unseren Augen der wahrlich beträchtlichere Teil.

Mit einem ausschließlich nationalstaatlichen Denken und Handeln laufen wir Gefahr, uns dieser Möglichkeiten zu berauben. Sicherlich muss auch ein gewisses Maß an nationalstaatlichen Interessen gewahrt werden, doch sollte hierbei behutsam und bedacht vorgegangen werden. Alle Staaten haben ihre Interessen. Das macht es oft nicht leicht, zeigt jedoch auch, dass ein rein egoistisches Handeln keinen Sinn hat.

Im Grunde genommen reden wir von einer komplexeren Variante von dem, was wir als aktive Verbindungsstudenten im Rahmen unserer Convente, Kongresse und Dachverbandstagungen erleben. Die letzten 26 Jahre lehren uns, dass Einheit in der Gesellschaft die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft ist. Jahrzehntelang haben Bürger in Ost- und Westdeutschland für diese Einheit gekämpft, und wir sollten es uns zur Aufgabe machen, diese Einheit Deutschlands und nunmehr auch Europas zu verteidigen.

Sehr geehrter Herr Kartmann, vielen Dank noch einmal an Sie dafür, dass Sie unseren Festakt heute mit Ihrer Rede bereichert haben. Auch danken wir noch einmal den Musikern des heutigen Tages sowie auch der Universität für die Chance, heute hier sein zu können. Lassen Sie uns mit der Einladung zu einem kleinem Imbiss im Foyer enden.

Doch vorher noch bitten wir Sie, sich nun zu erheben: Es folgt die Nationalhymne.


5. 10. 2016   Stellungnahme zum Artikel »AStA protestiert gegen Burschenschaftler« in der Frankfurter Rundschau vom 4. Oktober 2016
 
4. 10. 2016   Weit über 200 Gäste bei Akademischer Feierstunde der Turnerschaft Alsatia zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2016 auf dem Campus Westend
 
3. 10. 2016   Schlusswort der Aktiven zur Akademischen Feierstunde der Turnerschaft Alsatia am 3. Oktober 2016 auf dem Campus Westend
 
3. 10. 2016   Ansprache des Altherrenvorsitzenden zur Akademischen Feierstunde der Turnerschaft Alsatia am 3. Oktober 2016 auf dem Campus Westend
 
3. 10. 2016   Festrede von Landtagspräsident Norbert Kartmann MdL zur Akademischen Feierstunde der Turnerschaft Alsatia am 3. Oktober 2016 auf dem Campus Westend
 
26. 9. 2016   Einladung zur Akademischen Feierstunde der Turnerschaft Alsatia am 3. Oktober 2016 auf dem Campus Westend mit Landtagspräsident Norbert Kartmann